English, please!
Als ich vor einigen Jahren das erste mal die britische Hauptstadt besuchte, war ich der englischen Sprache noch nicht besonders mächtig. Ich konnte zwar einige einfache Fragen stellen und einige Schilder lesen, doch für vie mehr reichte es nicht. Mein Mitreisender verließ sich ganz auf mich, er sprach kein einziges Wort englisch und selbst ein “Hello” hörte sich aus seinem Mund merkwürdig an. Großspurig sagte ich also: “Ja klar, ich mach das schon.” Nun ja, in London-Stansted gelandet hatte ich nicht mehr so viel Mut. Im Flugzeug war bereits kein deutschsprachiges Personal mehr gewesen. Und die Hinweisschilder am Flughafen konnte ich nur aufgrund der kleinen Bildchen verstehen. Nach einigem hin- und herirren hatten wir aber die Gepäckbänder gefunden und zumindest unsere Koffer waren ohne Verständigungsprobleme gut in unseren Händen angekommen.
Die Suche nach Hilfe
In England wird, außer von den Touristen, nicht viel deutsch gesprochen. Auch nicht an internationalen Verkehrsknotenspunkten wie einem Flughafen – das merkte ich bereits nach wenigen Minuten. Wo geht’s denn hier raus? Das war meine Frage. Auf meine kläglichen Englisch-Stammelversuche konnte mir keiner antworten und wahrscheinlich hatte ich es eh nicht verstanden. Also sagte ich nur noch “German, please” und es dauerte fast 20 Minuten bis mir eine Servicekraft mit dürftigen Deutschkenntnisse gegenüber stand.
Ach, hier muss ich lang
Wir führten einen Dialog mit Händen und Füßen und einem Misch-Masch aus Deutsch und Englisch. Doch schlussendlich half sie mir wirklich weiter. Nachdem ich ihr verständlich gemacht hatte zu welchem Hotel wir müssen, dass wir leider noch keinen Transport gebucht hatten und dass wir den Ausgang nicht finden, gab sie uns einen Lageplan mit individuell eingezeichnetem Weg für uns. Gleich darauf rief sie den Flughafen-Shuttle-Bus an und buchte zwei Plätze plus Gepäck. Mein Mitreisender war sehr glücklich, dass die Ahnungslosigkeit ein Ende hatte und wir begaben uns Richtung Ausgang.





